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Westpfalz, Über 63 Prozent der Straftaten geklärt. Höchste Aufklärungsquote seit Bestehen der Behörde.
„Die Gesamtzahl der Straftaten hat in der Westpfalz leicht abgenommen, gleichzeitig konnte die Aufklärungsquote gesteigert werden.“ So fasste Polizeipräsident Wolfang Erfurt die wesentlichen Ergebnisse bei der Vorstellung der Kriminalstatistik zusammen und ergänzte mit einer Superlative: „Mit den diesjährigen Zahlen präsentiert das ...
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... seit 1993 bestehende Polizeipräsidium die bislang höchste Aufklärungsquote.
“ Trotz mehrerer personalintensiver Ermittlungsverfahren wie beispielsweise mehrere Raubüberfallserien (Spielhallen, Drogeriemärkte und Überfälle zur Nachtzeit) oder nach einem Tötungsdelikt an einer jungen Frau, konnten 63,3 Prozent aller bekannt gewordenen Straftaten geklärt werden.
Das Polizeipräsidium Westpfalz registrierte mit 34.449 Straftaten einen Rückgang um 766 bekannt gewordene Taten gegenüber dem Vorjahr (- 2,2 %). 21.814 Straftaten klärten die Beamtinnen und Beamten im Jahr 2009 auf.
Sowohl bei den Vermögens- und Fälschungsdelikten, als auch bei den sogenannten Roheitsdelikten ist ein Anstieg festzustellen. Mit Aufklärungsquoten von 90,4 % und 89,2 % konnten hier abermals sehr viele Taten aufgeklärt werden. Der Polizeichef dazu: „Den Rohheitsdelikten, die häufig durch jüngere Mehrfach- und Intensivtäter begangen werden, haben wir mit dem Haus des Jugendrechts, das knapp 850 Strafverfahren bearbeitete, dem Konzept jugendliche Mehrfach- und Intensivtäter, sowie dem Konzept zur Bekämpfung der Gewalt im öffentlichen Raum gezielte Maßnahmen entgegen gesetzt.
Langfristig sollten dadurch die Fallzahlen zurückgehen. Bei den Betrugsdelikten möchten wir weiterhin verstärkt aufklären, stärker mit den Verbraucherzentralen kooperieren und auch die Beratungsangebote ausweiten. Nach unseren Erfahrungen machen es viele Menschen den Tätern zu leicht“.
Die Anzahl der Sachbeschädigungen nahm im Jahr 2009 ab. Die Fallzahlen sind hier von 5.031 Delikten auf 4.520 gefallen. „Es ist erfreulich, dass beispielsweise das wahllose Beschädigen von Fahrzeugen oder öffentlichen Einrichtungen zurück gegangen ist – auch ein Ergebnis der Zusammenarbeit im Bereich der kommunalen Kriminalprävention“, so Polizeipräsident Erfurt.
Diebstähle sind von 12.384 auf 11.397 Fälle gesunken, stellen aber trotzdem rund ein Drittel aller Straftaten dar. Die Aufklärungsquoten von 47 Prozent (bei einfachen Diebstählen) und 19,6 Prozent (bei schweren Diebstählen) sind als gute Werte anzusehen. Gezielte Maßnahmen des Polizeipräsidiums Westpfalz haben zu diesen Quoten beigetragen, wie beispielsweise die Aufklärung von 90 Automatenaufbrüchen an Tankstellen und Waschstraßen, die ein 37-jähriger Mann Anfang Dezember 2009 nach seiner Festnahme zugegeben hat. Zudem räumte er noch 13 Einbrüche in Gaststätten und ein Malergeschäft im Stadtgebiet ein.
Sexueller Missbrauch von Kindern:
In den letzten Wochen dominieren - zum Teil schon Jahre zurück liegende - Fälle von sexuellem Missbrauch von Kindern die Schlagzeilen der Medien. Das Polizeipräsidium verzeichnete gegenüber dem Jahr 2008 einen Anstieg um vier auf insgesamt 88 Fälle. Die Aufklärungsquote lag bei 89,2 Prozent. „Das Polizeipräsidium Westpfalz befindet in diesem Bereich ‚auf Ballhöhe‘ und setzt schon sehr früh mit der Prävention an. Die Puppenbühne ist mit ihren Vorführungen ständig in Kindergärten und Grundschulen präsent und leistet einen wesentlichen Beitrag auf diesem Gebiet“, erklärte Wolfgang Erfurt und wies auf das neueste Projekt der Puppenbühne hin: „Zusammen mit der Latwerch-Bänd und dem Jugendchor Otterbach haben die Angehörigen der Puppenbühne gerade das „Nein-Lied“ aufgenommen.“ Es ergänzt das kriminalpräventive Theaterstück „Peter sagt NEIN“. Damit wird Kindern Mut gemacht, sich gegen unfreiwillige Intimitäten zu wehren. Es wird in Zukunft am Ende der Aufführung zusammen mit den kleinen Zuschauern gesungen. Vorgestellt wird das gemeinsame Werk bei der Aufführung der Puppenbühne am 16.März 2010 in der Stadthalle in Landstuhl vor rund 100 Kindern aus Landstuhler Schulen. Als fachkundiges Publikum wird auch der Arbeitskreis „Sexueller Missbrauch von Jugendlichen und Kindern“ anwesend sein.
Rauschgiftkriminalität:
Im Jahr 2009 wurden in der Westpfalz 1.787 Fälle der Rauschgiftkriminalität bearbeitet. Dies bedeutet einen leichten Rückgang gegenüber 2008 (1.814 Fälle). 96 Prozent der Fälle wurden aufgeklärt – 1.506 Tatverdächtige ermittelt. Im Rahmen von 277 Einsatzmaßnahmen konnten nach umfangreichen Ermittlungen insgesamt 45 Kilogramm Haschisch, 31 Kilogramm Marihuana und 50 Kilogramm Amphetamin sowie 1.170 Ecstasy-Tabletten sichergestellt werden.
Im Februar 2009 wurden in Pirmasens nach einem 14 Monate andauernden Ermittlungsverfahren drei Männer festgenommen, bei denen insgesamt 18,5 Kilogramm Rauschgift (Haschisch und Amphetamin) sichergestellt wurden. Das Rauschgift war überwiegend in Erddepots versteckt. Alle drei Personen kamen in Haft.
Mitte Juli 2009 stießen Fahnder in Kaiserslautern bei einem aus Holland stammenden männlichen Täter auf zehn Kilogramm Amphetamin und stellten sie sicher. Die Drogen wollte er in Kaiserslautern verkaufen. Nach der Vorführung beim Ermittlungsrichter, erließ dieser Haftbefehl gegen den Dealer.
Ende September 2009 wurden in Kaiserslautern vier Männer mit Migrationshintergrund festgenommen, die im Rahmen eines Scheingeschäftes 13 Kilogramm Haschisch verkauften. Im Zuge der anschließenden Ermittlungen wurden weitere Drogen aufgefunden und sichergestellt. Gegen drei Täter wurde U-Haftbefehl erlassen.
In Zweibrücken wurden bei einer amtsbekannten männlichen Person 18 Kilogramm Marihuana, 13.000 Euro Verkaufsgeld und 300 Gramm Haschisch in dessen Wohnung sichergestellt. Auch gegen diese Person wurde ein Haftbefehl durch den zuständigen Ermittlungsrichter erlassen.
Von den insgesamt ermittelten 1.506 (2008: 1.419) Tatverdächtigen waren 106 (93) Jugendliche. Die Anzahl der heranwachsenden Tatverdächtigen ging mit 188 (204) Tatverdächtigen leicht zurück.
Auch wenn sich erfolgreiche Arbeit nicht ausschließlich in der Aufklärungsquote wiederspiegelt, versicherte Wolfgang Erfurt, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Polizeipräsidiums auch 2010 am Ball bleiben und weiterhin für gute Aufklärungsergebnisse Ergebnisse sorgen werden und bedankte sich bei seinem Team für die hervorragende Arbeit.
(Quelle: www.polizei.rlp.de)
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